Pfingsten im Autokino

Mit dem ersten Autokinogottesdienst am Pfingstsonntag gehen die Taunussteiner Kirchengemeinden einen völlig neuen und innovativen Weg. Und das in Zeiten, in denen Gottesdienste derzeit nur mit strengen Abstands- und Hygienevorschriften in den Kirchen möglich sind. „Wir feiern einen interaktiven Autogottesdienst, so wie ihn Taunusstein und das Rhein-Main-Gebiet noch nie erlebt hat!“ verspricht die Wehener Pfarrerin Ingrid Wächter begeistert.

Planen gemeinsam den 1. Taunussteiner Autokino-Gottesdienst: Christian Albers, Ingrid & Thomas Wächter. Hinter der Kamera: Jakobus Schneider.

„Bei diesem Gottesdienst ist das Singen ausdrücklich erwünscht“, freut sich Dekanatskantor Thomas Wächter. „Da alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in ihren Autos sitzen bleiben, darf hemmungslos mitgesungen werden“, so die plausible Erklärung.

Besucher gestalten Gottesdienst interaktiv mit – Live Musik

Und nicht nur das: Aus dem Auto heraus wird man sich interaktiv in den Gottesdienst einbringen und direkt mitgestalten können. Per Smartphone werden Text- und Videonachrichten auf die 60 Quadratmeter große Videoleinwand geworfen. Für Live-Musik, die auf einer Bühne vor der Leinwand steht, sorgt Dekanatskantor Thomas Wächter, zusammen mit Linus Kraus (Vocals) und Burkhard Mayer-Andersson (Drums).

Bürgermeister begeistert

Schirmherr dieser außergewöhnlichen Veranstaltung ist der Taunussteiner Bürgermeister Sandro Zehner. Er ist begeistert von dem Initiative: „Gerade in dieser – für uns alle herausfordernden – Zeit, ist es beeindruckend, dass wir in Taunusstein immer wieder besondere Ideen entwickeln und es uns als Gemeinschaft gelingt, diese Ideen auch in schneller Zeit in der Realität umzusetzen. Wer hätte gedacht, dass wir einmal unser Fußballstadion, ein Autokino und einen Gottesdienst zusammenbringen. Eines ist sicher: Einen Gottesdienst mit einer schöneren Aussicht gab es hier wohl noch nie!“

Pfingsten ist das Fest der Gemeinschaft

Geist und Begeisterung, genau darum geht es auch an Pfingsten. „Pfingsten ist das Fest der Gemeinschaft und der Verständigung. Pfingsten verbindet die Kulturen und ist der Geburtstag der Kirche“, erklärt der Bleidenstädter Pfarrer Christian Albers. An Pfingsten erinnern sich Christen daran, wie der Überlieferung nach, den Jüngern Jesu durch den Gottes Geist ermöglicht wurde, die frohe Botschaft in allen Sprachen verständlich weiterzugeben. „Pfingsten ist surreal, irre verwirrend und geistreich“, gibt Ingrid Wächter zu.

Pfingsten, das sind auch zwei freie Tage, aber trotz Geburtstag gibt es keine Geschenke. „Zumindest keine, die man anfassen könnte“, so Wächter weiter. Pfingsten ist ein kirchliches Fest – aber der Geist der darin zu spüren ist, „ist ein Geschenk für Taunusstein und für die ganze Welt.“

Die Kollekte, die bei diesem Gottesdienst eingesammelt wird, ist für das Frauenhaus bestimmt.

Der Autokino-Gottesdienst findet am 31. Mai um 11 Uhr auf dem Halberg in Taunusstein-Wehen statt.
Karten sind ab dem 20. Mai unter https://autokino-taunusstein.de/ erhältlich.
Der Eintritt ist frei.

Angedacht – 10.05.2020

Kantate – Singt!

Heute, am Sonntag Kantate – „Singt!“ – drehen sich alle Bibeltexte um Musik und Gesang. Im Zentrum steht Psalm 98: „Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.“

Chorproben werden auch in den nächsten Wochen und wahrscheinlich auch Monaten nicht stattfinden können. Ich habe eine Weile überlegt, ob ich überhaupt ein Video zum Sonntag Kantate machen will. Aber nicht zu Singen ist auch keine Lösung, keine Gemeinschaft zu haben ist undenkbar.

Singen tut gut, egal ob alleine, zu zweit, oder im Chor. Singen und Musizieren ist Gemeinschaft, nicht nur nach der Probe gemütlich beim Bier sondern in jedem Ton, im Zusammenklang. Maxi und ich haben das Singen Zuhause für uns entdeckt. Fast jeden Tag singen wir Lieder die uns gefallen und probieren vieles aus. Aber auch im Auto, im Wald, alleine oder mit Freunden oder der Familie kann man Singen. Da muss nicht jeder Vokal sitzen und die unbekannte vierte Strophe kann man auch ein zweites und ein drittes mal singen….
Wichtig ist nur eins: Durch unsere Lieder sind wir immer verbunden. Probiert es aus!

Unser heutiger Gast, die Klarinettistin und „Queen of Klezmer“ Irith Gabriely und ich laden Euch heute zum Mitsingen ein: eine Vertonung von Psalm 133, im EG+ die Nr. 85

Hinneh ma tov uma na’im
schewet achim gam jachad
Hinneh ma tov schewet achim gam jachad
Hinneh ma tov schewet achim gam jachad

„Schön ist’s wenn Brüder und Schwestern friedlich beisammen wohnen, in Gemeinschaft finden wir Gottes Frieden.“

Auch dieses Video wurde produziert von Jakobus Schneider und Kamerawerft. https://kamerawerft.de/
Vielen Dank Jack für die inspirierende Zusammenarbeit!

Das nächste Angedacht gibt es dann in 14 Tagen, am 24.05.2020

Maxi, Jack und ich freuen uns über Euer Feedback! Schreibt mir, wenn ihr Vorschläge, Anregungen, Lob oder Kritik loswerden möchtet. Gerne als Mail, telefonisch oder als Kommentar bei Youtube oder Facebook.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Thomas Wächter

Angedacht – 03.05.2020

Kurzandacht aus der Evangelischen Kirche Taunusstein-Wehen am Sonntag Jubilate.

Mit Pfarrerin Ingrid Wächter und Dekanatskantor Thomas Wächter.
Produktion: Kamerawerft/Jakobus Schneider.
Gemeinsam singen wir von dem Lied „Eingeladen zum Fest des Glaubens“ die Strophen 1, 2 und 4.


Mit Masken – ohne Gesang

Jack, Thomas und ich vermitteln einen Eindruck, wie Gottesdienste in Corona-Zeiten aussehen könnten… Abstand halten aus Nächstenliebe, Solidarität und Verantwortung ist nach wie vor das Gebot der Stunde.
Unter strengen Hygienevorschriften und mit großem Abstand untereinander ist es wieder erlaubt, kompakte Gottesdienste in der Kirche zu feiern.
Es ist erlaubt, aber nicht verpflichtend. Es gibt strenge Vorgaben. Jede Gemeinde muss diese Vorgaben für ihr Kirchengebäude umsetzen.

Entsteht in dieser Form der Gottesdienste Gemeinschaft? Wer kann teilnehmen, wer ist ausgeschlossen? Kirche nur für die Gesunden? Gibt es auch andere Wege der Gemeinschaft und Gottesdienst zu feiern?
Gottesdienst – quo vadis?

Jede Gemeinde muss das selbst abwägen und dann entscheiden. Unsere Gemeindeleitung ist da mitten im Prozess…

Wir wünschen Euch einen gesegneten Sonntag – ganz besonders auch unseren Konfis!

Ingrid & Thomas Wächter

Angedacht – 26.04.2020

Mit Pfarrerin Ingrid Wächter und Dekanatskantor Thomas Wächter.
Produktion: Kamerawerft/Jakobus Schneider.

Wie immer gibt es auch ein Lied zum Mitsingen: Heute möchten wir das Lied „Geh‘ aus, mein Herz“ – aus dem EG die Nr. 503 – mit Euch singen.