Märchen und Musik – Konzert mit Bratsche, Klavier und Erzählungen in Wehen

Gerade in der dunklen Jahreszeit gibt es von alters her die Tradition, dass Märchen
erzählt werden. Dabei handelte es sich meist um Erzählungen, die nicht primär für Kinder gedacht waren, sondern die vielmehr die Lebenssituation der damaligen Menschen widerspiegelten. Erzählungen, die den Raum ausloten zwischen Not und Hoffnung und dabei viel Spannung, manchmal auch Grauen vermitteln – und dann doch auch gepaart sind mit Humor und Leichtigkeit.

Inwiefern diese Tradition der Märchen auch etwas zu tun hat mit der Sprache der Musik, zeigt der musikalische Abend – in Verbindung mit Erzählungen – für alle Interessierten am

Freitag, 7. Dezember um 19.30 Uhr im
Forum der vr-Bank in Taunusstein-Wehen, Mainzer Allee 19.

Alexa Klockenbusch an der Bratsche und Ute Körner am Klavier starten mit tänzerischen „Charakterstücken“ aus dem frühen Barock. Reinald Klockenbusch liest danach ein Märchen aus Lettland („Frau Elend“) und leitet über zu den „Märchenbildern“ von Robert Schumann – Vier Stücke für Pianoforte und Viola – die Stimmungsbilder von Märchen in der romantischen Musik zum Ausdruck bringen. Danach gibt es ein Prélude von Claude Debussy für Klavier solo, das sich auf eine alte bretonische Legende bezieht und den Aufstieg und Fall einer reichen Hafenstadt am Bild der versinkenden Kathedrale thematisiert. Es folgt eine Erzählung, in der es um die Bedeutung der Musik und der Sprache geht, bevor das Konzert mit besonders markanten Charakterbildern (4 Visages) von Darius Milhaud endet.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf bei der vr Bank in Wehen 13 € (ermäßigt 10 €), an der Abendkasse 15 €. Einlass ist ab 19 h mit kleinem Umtrunk. Ein Teil des Erlöses geht an das Taunussteiner Hospiz St. Ferrutius.

Zur Website der Veranstaltungsreihe tonAARt

DUO SONGWAYS

Konzertreihe tonAARt
im FORUM der vr bank Untertaunus eG

DUO SONGWAYS
Julia Oesch, Mezzosopran; Jens Barnieck, Klavier

1812 – KFC – 2012
(Kirche – Flotow – Cage)

Freitag, 21. September 2012, 18:00 Uhr

Gleich drei Jubilare bestimmen das Programm des dritten Konzertes in der Reihe tonAARt in diesem Jahr: 1812 wurde nicht nur der Opernkomponist Friedrich von Flotow geboren, auch die benachbarte Evangelische Kirche feiert im Oktober ihren 200. Geburtstag. Viele von Flotows Lieder sind verschollen und wurden von Jens Barnieck speziell für dieses Konzert zusammen getragen. Eine kleine Sensation ist die deutsche Uraufführung eines kleinen Mozart Stückes, das im Herbst 2011 auf einem Dachboden in Innsbruck gefunden wurde! Außerdem erklingt zum 100. Geburtstag des amerikanischen Komponisten John Cage die Komposition „Solo for Voice I“

Die Mitwirkenden:

Das DUO SONGWAYS: Julia Oesch (Mezzosopran) – Jens Barnieck (Klavier) ist in New York gegründet worden. Die beiden Künstler nehmen ihr Publikum mit auf Klang-Reisen durch die Jahrhunderte und über den Atlantischen Ozean in die Neue Welt. Das Duo legt seinen Schwerpunkt auf die amerikanische Liedliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts, kombiniert mit Brückenschlägen zur europäischen Liedliteratur. Julia Oesch und Jens Barnieck decken dabei ein weit gefasstes Repertoirespektrum ab, aus der Zeit Elisabeths I. bis zu Kurt Weill und von romantischer Musik Franz Schuberts über die spätromantische Musik Richard Wagners bis zu frisch komponierten Werken. Individuelle Programme („Songs of Love and Travel“, „An American Journey“, „Through a moving window“ etc.), thematische Konzerte, Entdeckungen (Musik von Friedrich Gernsheim, von Paul de Richard, Marquis d’Ivry etc.) und Uraufführungen (Paul Bowles, Ian Krouse, Philip Wharton etc.) stehen im Vordergrund. Die jahrelange Zusammenarbeit ist durch viele Liederabende und Rundfunkmitschnitte dokumentiert. Ausgezeichnet wurde das Duo Songways mit dem Liedpreis beim Internationalen Wettbewerb Debut in Meran.

Die Mezzosopranistin Julia Oesch ist international als Opern- und Konzertsängerin tätig (u.a. Staatsoper München, Venedig, Verona, Paris, Oper Zürich und Sommerfestivals wie das Tanglewood Music Center in den USA, die Salzburger Festspiele oder das Festival in Aix-en-Provence). Schwerpunkt im Opernfach sind die Partien von Richard Wagner. CD und DVD-Produktionen begleiten Julia Oeschs Karriere. Ausbildung am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt/ Main, an der Musikhochschule Detmold und an der Boston University. In zahlreichen Meisterklassen wurde der Grundstein für Julia Oeschs Erfolge bei internationalen Liederabenden gelegt. Darüber hinaus fühlt sie sich auch den Oratorien von Bach, Händel, Mozart und Verdi eng verbunden. Ihr breit gefächertes Repertoire spannt den Bogen von der Barockzeit über die Klassik bis hin zu Musical und Crossover.

www.julia-oesch.de

Jens Barnieck, Klavier. Konzerte als Solist, Liedbegleiter und Kammermusikpartner in Amerika, Europa und Asien (u. a. Konzerthaus Berlin; Ravello Festival, Italien; Europäische Festwochen Passau; Festival 2 Days and 2 Nights of New Music in Odessa; Almeida-Theatre, London; Festival Roaring Hooves, Mongolei; Performing Tangier, Marokko; Fluxus at 50, Wiesbaden). Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Verfasser von Komponistenportraits (Crawford Seeger, Ives, Mochizuki, Kubo, Tzepkolenko, St. George Tucker). Neueste Publikationen „progressive 21“ in Musik Kontexte, Thomas Phleps und Wieland Reich (Hrsg.), Münster, 2011 und „Winold Reiss und Dane Rudhyar“, (ersch. 2013). Studium an der MHS Detmold und an der State University of New York at Buffalo (USA). Stipendiat an der Cité Internationale des Arts und am Deutschen Studienzentrum Venedig. Artist-in-Residence am Virginia Center for the Creative Arts. www.jensbarnieck.de

1812 – Ein literarisch-musikalischer Abend zugunsten der Renovierung der Ev. Kirche Wehen

Sonntag 6. November 18 Uhr
Forum der VR-Bank Untertaunus Wehen
Mainzer Allee 17-19

Um den Bau der neuen Wehener Kirche 1812 haben sich mehrere Personen besonders verdient gemacht. Ganz besonders der Wehener Amtmann Carl Ibell. Er führte nicht nur „sein“ Amt Wehen umsichtig durch die Gefährdungen des von Krieg und marodierenden Söldnern bedrohten Landes, sondern setzte sich auch für fortschriftliche Landwirtschaftsmethoden und Hygienebestimmungen ein, um die hohe
Sterblichkeit, insbesondere bei Kindern zu senken.
Daneben gab er den entscheidenden Impulse für den Neubau der Kirche und dichtete sogar den Text der Einweihungskantate.

Ein besonderer Glücksfall ist es, daß Augenzeugenberichte vom der Bau der Wehener Kirche existieren: Ibells Tochter Caroline Forst beschreibt in ihren Lebenserinnerungen das Wehen ihrer Kindheit und
geht dabei auch auf den Kirchbau ein.

Zusammen mit weiteren literarischen Texten, gelesen von der Schauspielerin Renate Kohn und passender Musik aus dieser Zeit – gespielt von den beiden Musikern Jörg Mühlhaus, Kontrabaß
und Thomas Wächter, Klavier – wird ein lebendiges, eindrucksvolles Bild dieser Epoche entstehen.

Die Mitwirkenden:

Renate Kohn, Lesungen
Jörg Mühlhaus, Kontrabaß
Thomas Wächter, Klavier

Eintritt: 15.-
VVK in der Wehener Hauptfiliale der VR-Bank Untertaunus