Fest der Kulturen – Religionen in der Musik vereint

Am Dienstag, den 12.07.2022 findet um 19:00 Uhr ein interkulturelles Konzert in der Unionskirche Idstein statt. Zu Gast ist das Trio „Al Carmel“ Haifa/Israel.

Das Trio besteht aus: Alber Ballan an der Violine, Mary Haj am Kanoon (Zither) und Asa’ad Abu Hatum an der Darbuka (Bechertrommel) und Daaf (Rahmentrommel). Nach Konzerten in Israel, Finnland, China und Polen ist das Trio nun auf Einladung der Klarinettistin Irith Gabriely in Deutschland zu Gast.

Alber Ballan engagiert sich seit vielen Jahren für den interkulturellen und interreligiösen Dialog. Er wurde im Jahr 2018 vom israelischen Kultusministerium für sein Lebenswerk: die Koexistenz von Juden, Christen und Muslimen ausgezeichnet.

Außerdem wird die ebenfalls aus Haifa stammende Klarinettistin Irith Gabriely, the „Queen of Klezmer“ mit ihrem Interreligiösen Trio auftreten. Zusammen mit Dekanatskantor Thomas Wächter an der Orgel und Ako Karim (Bassklarinette und Percussion) spannt das Trio einen musikalischen Bogen von Klassik, über Werke jüdischer Komponisten und Klezmermusik zu orientalischen Klängen.

Die Musikerinnen und Musiker werden ein Feuerwerk aus moderner, arabischer, israelischer und klassischer Musik präsentieren. Es erwartet Sie ein buntes „Fest der Kulturen“, eine fröhliche Zusammenkunft der Kulturen, Religionen und Musiktraditionen.

Veranstaltet wird das Konzert vom Ökumeneausschuss der beiden
Idsteiner Kirchengemeinden und dem Ev. Dekanat Rheingau-Taunus.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

www.unionskirche-idstein.de

Verlegung von „Stolpersteinen“ in Taunusstein

Am Mittwoch, 22.06.2022, um 10 Uhr wird der Kölner Bildhauer und Ideengeber des Projektes „Stolpersteine“, Gunter Demnig, in der Weiherstr. 13 in Wehen die ersten 5 Stolpersteine in Taunusstein verlegen. Die Gedenksteine werden in den Fußweg eingelassen und erinnern mit einer Textgravur an 5 frühere jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in dem Haus wohnhaft waren. Rosa, Siegfried und Jakob Nassauer, Josefine Rufine Nassauer und das Kleinkind Fritz Kahn. Im Juni 1942, vor achtzig Jahren, wurden sie in die Vernichtungslager Majdanek und Sobibor deportiert und ermordet. Nur Fritz Kahn überlebte.

„Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch“ – so lautet Demnigs Ansatz, mit dem jedes einzelne Schicksal in Erinnerung gerufen werden soll. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Demnig den Talmud. Die Gedenkplaketten sollen diesen Opfern des Nationalsozialismus ihre Namen zurückgeben und damit die Erinnerung an sie wachhalten.

Kurz vor der Verlegung der ersten Stolpersteine in Wehen

Die Verlegung übernimmt der Künstler und Initiator des Stolpersteinprojektes, Gunter Demnig, persönlich. Bürgermeister, Schülerinnen des Taunussteiner Gymnasiums und Vertreter*innen des Runden Tisches präsentieren Grußworte und biographische Reflexionen. Die Musiker Ako Karim, Dekanatskantor Thomas Wächter und Dany Bober werden die Feierstunde ebenfalls mitgestalten.

Die Stolpersteine gehören zu den wichtigsten Erinnerungsprojekten. Durch das Mitwirken von Schüler*innen ist das Projekt zudem bildungspolitisch bedeutsam. An der Vorbereitung zur Verlegung der Stolpersteine waren ebenso Vertreter*innen der „Lebendigen Erinnerungskultur in Taunusstein“, der Kirchengemeinden, der Stadt Taunusstein, der Lokalen Agenda 21 und der Leiter des Museums im Wehener Schloss beteiligt.

Spenden für das Gesamtprojekt Stolpersteine in Taunusstein sind willkommen. Spendenkonto: Ev. Kirchengemeinde Wehen
Verwendungszweck „Stolpersteine“
Wiesbadener Volksbank
DE 67 5109 0000 0071 1096 07

Die Initiatoren bedanken sich für alle finanzielle Unterstützung und freuen sich, bei der Verlegung der ersten Stolpersteine in Taunusstein möglichst viele Menschen begrüßen zu können.

Dankgottesdienst zur Verabschiedung des Ev. Singkreises in Wehen

Pfingstsonntag, 05.06.2022, um 11:00 Uhr in der Ev. Kirche Wehen

Foto: Frank Schuppelius

Mehr als 55 Jahre hat der Evangelische Singkreis die Gemeinde bei Gottesdiensten, Jubiläen und Feiern erfreut. Singen zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen. Viele Feste wurden seitens des Chores musikalisch mitgestaltet: Osternacht, Konfirmationen, Erntedank, Ewigkeitssonntag, Weihnachten. Auch weit über den Gesang hinaus gab es ein großes Engagement. So waren die helfenden Hände der Chormitglieder über Jahre und Jahrzehnte bei Gemeindefesten, beim Osterfrühstück und vielen anderen Anlässen aktiv. Doch nun ist, aufgrund der langen corona-bedingten Pause und des Alters der Chormitglieder, die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen.

Im Gottesdienst und bei einem kleinen Imbiss im Anschluss an den Gottesdienst möchte die Kirchengemeinde ihren Dank zum Ausdruck bringen. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Um Anmeldung wird gebeten: per Mail an: kirchengemeinde.wehen@ekhn.de, oder telefonisch: 98 20 88