Gedenken an den 9. November um 17.00 Uhr an der Gedenkstele in Wehen (Weiherstr. 6)
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland zahlreiche Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert und verwüstet, jüdische Bürger*innen wurden verhaftet oder waren gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt. „Man brach in jüdische Häuser ein und schlug alles in Scherben oder nahm es mit“, berichteten Augenzeugen von den Vorgängen in Wehen. Die Synagoge an der Weiherstraße wurde von SA-Truppen aus benachbarten Orten mit Seilen und lauten Hauruck-Rufen niedergerissen. Auch die Wohnung und der Laden einer jüdischen Familie wurden zertrümmert.
Am 09.11.2021 wird der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Wort und Gebet gedacht. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von der in Haifa geborenen Klarinettistin Irith Gabriely und Dekanatskantor Thomas Wächter, Akkordeon).
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Gedenkfeier eingeladen. Die Initiatoren (Arbeitsgruppe „Erinnerungskultur“ und Taunussteiner Kirchengemeinden) bitten alle Anwesenden, die aktuellen Hygieneregeln zu beachten und Abstand zu halten.
Am 14. November 2021 findet um 17:00 Uhr ein Konzert mit Lukas Eder, Bassbariton und Jens Barnieck, Klavier in der Evangelischen Kirche Taunusstein-Wehen statt. Unter dem Titel „ZusammenKlang“ werden, thematisch passend zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, Werke von Robert Schumann, Friedrich Gernsheim und anderen Komponisten geboten. In dem ausgewählten Programm werden Bezüge, Verbindungen und Freundschaften aufgezeigt. Denn wie hat Felix Klein, Beauftragter für jüdisches Leben der Bundesregierung gesagt: „Juden haben unsere Kultur mitgeprägt und sind ein integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft.“ (Wiesbadener Kurier, 25.10.2021).
Lukas Eder, der im Sommer 2021 sein Master of Arts an der Musikhochschule Karlsruhe abgelegt hat, war bereits an Häusern wie z.B. den Staatstheatern Mainz, Saarbrücken und Karlsruhe, dem Konzerthaus Berlin oder an der Oper Frankfurt engagiert. Er ist zweifacher Preisträger des internationalen Gesangswettbewerbs Kammeroper Schloss Rheinsberg, Absolvent des Gutenberg-Gesangsstipendiums, Teilnehmer am Exzellenzprogramm für junge Opern- und Konzertsänger Barock Vokal und Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.
Jens Barnieck lebt in Taunusstein und ist als Pianist im In- und Ausland tätig. Als Solist und Kammermusiker spielt er in verschiedenen Formationen mit bekannten Musiker:innen. Im Februar 2021 ist die zweite CD mit seinen Ersteinspielungen der Klaviermusik von Friedrich Gernsheim erschienen. Für die Aufnahme der dritten CD mit Werken von Gernsheim hat er gerade ein anteiliges Stipendium der Hessischen Kulturstiftung erhalten. Exemplare der CD werden am Ende des Konzertes verkauft mit einem Beitrag für die Verlegung von Stolpersteinen in Taunusstein.
Für dieses Konzert ist eine Anmeldung über unsere Buchungsseite erforderlich.
Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.
Bitte beachten Sie, dass nach der derzeit geltenden Hygieneverordnung unserer Kirchengemeinde für Konzerte die 3G-Regeln gelten. Bitte bringen Sie Ihren Impf- bzw Genesenennachweis oder einen tagesaktuellen Testnachweis mit. Während des gesamten Konzerts muss eine Maske getragen werden.
Sonntag, 24. Oktober 2021, 18:00 Uhr Ev. Kirche Wehen
Update 20.10.2021: Dieses Konzert ist ausgebucht!!
Auf unserer Buchungsseite können Sie sich auf der Warteliste eintragen. Wenn eine bereits erfolgte Anmeldung eines anderen Teilnehmers storniert wird, werden Sie per Mail benachrichtigt. Daher: Halten Sie bitte Ihr E-Mail Postfach im Blick.
Bei diesem Konzert trifft die Orgel auf unterhaltsame Art mit zwei weiteren Vertreterinnen der Orgelinstrumente (im weitesten Sinne) zusammen. Die Königin der Instrumente trifft das – ursprünglich als Pilgerinstrument erfundene – Akkordeon (Cyrill Damian aus Wien liess sich seine Erfindung am 6. Mai 1829 patentieren) und die 1933 von Laurens Hammond als günstiger Ersatz für eine Pfeifenorgel erfundene und nach ihm benannte Orgel mit elektromagnetischer Klangerzeugung. Alle drei Instrumente haben im Laufe ihres unterschiedlich jungen Lebens viele Entwicklungen, Einsatzorte und Musiktraditionen erlebt und auch geprägt.
Orgel und Akkordeon – nicht im Bild: die Hammondorgel
Martin Pfeifer ist stellvertretender Leiter der Wiesbadener Musik- & Kunstschule und hat vor dieser Tätigkeit als Lehrkraft für Pop- und Jazzpiano an der WMK gearbeitet. Die Begeisterung für den Sound und die Spielweise der Hammondorgel hat zu der Gründung seines Trios „Be Three“ geführt, mit dem er hauptsächlich eigene Kompositionen, ganz in der Tradition des klassischen Hammondorgel Trios, zu Gehör bringt.
Henning Schütz studierte Musikpädagogik, ist Schulmusiker und Akkordeonlehrer. Auch wenn er sein Studium mit dem Klavier als Hauptinstrument bestritt, blieb doch das Akkordeon sein Favorit. Er absolvierte diverse Lehrgänge bei namhaften Größen der deutschen Akkordeonszene wie Fritz Dobler und Hans-Günther Kölz. Heute leitet er verschiedene Chöre und Akkordeonorchester im Rhein-Main-Gebiet.
Gastgeber Thomas Wächter ist ein bekennender Fan und Spieler aller drei Instrumente. Er kann sich sowohl für klassische Orgelliteratur, für die große Tradition der Hammondtrios im Jazz und für Folkmusik von Irland bis Israel – in der das Akkordeon eine wichtige Rolle spielt – begeistern.
Für dieses Konzert ist eine Anmeldung über unsere Buchungsseite erforderlich.
Alternativ können Sie sich auch telefonisch bei Kantor Thomas Wächter anmelden: Tel: 06128-983057
Bitte beachten Sie, dass nach der derzeit geltenden Hygieneverordnung unserer Kirchengemeinde während des ganzen Konzerts eine Maske getragen muss.
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.