Jubiläumskonzert zum 200. Geburtstag der Wehener Kirche mit dem Gospelchor Rejoice! & Band

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Samstag, 13.10.2012, 19.00 Uhr
Evangelische Kirche Wehen

Wenn es etwas zu feiern gibt, dann ist gute Laune angesagt. Und die beste Feierlaune in der Kirche macht Gospelmusik! Deshalb hat sich Kantor Thomas Wächter zum Kirchenjubiläum mit dem Projektchor Rejoice! ein Programm zum Mitfeiern einfallen lassen.

Eine weitere Überraschung ist der Solist Linus Kraus, der für neuen Sound in der alten Kirche -mit neuester Tontechnik- sorgen wird. So treffen sich Historie und Moderne beim 200. Geburtstag der Evangelischen Kirche in Wehen und wer sich selbst davon überzeugen möchte ist herzlich eingeladen mitzufeiern, der Eintritt ist frei!

Orgelglanz in Elbflorenz

Musikalische Impressionen aus Dresden

Freitag, 05.10.2012, 17.30 Uhr
Evangelische Kirche Burg Hohenstein

Orgelkonzert zu ungewöhnlicher Stunde: Das Burg Hohensteiner Orgelkonzert 2011 war ein so großer Erfolg, dass es noch einmal wiederholt wird. Die „Alten Herren“ der Technischen Verbindung „Bauhütte Bingen zu Mainz“ laden aus Anlass ihrer Jahrestagung 2012 herzlich ein, Dresden musikalisch, in Bildern und mit Texten von Dresdner Schriftstellern zu entdecken.

Glanzvolle Zeiten hat die sächsische Residenz im 18. Jahrhundert unter Kurfürst August dem Starken erlebt: Zwinger, Frauenkirche, Hofkirche und die Schlösser Moritzburg und Pillnitz sind Höhepunkte barocker Baukunst, reiche Kunst­sammlungen brachten Dresden den Beinamen „Elbflorenz“ ein. Im 19. Jahr­hundert brachten Carl Maria von Weber und Richard Wagner in Dresden et­liche Opern zur Uraufführung, 1841 wurde die weltberühmte Semperoper erbaut.

Glanzvolle Zeiten aber auch für die Orgelmusik: Frauenkirche, Hofkirche und die im 2. Weltkrieg zerstörte Sophienkirche erhielten im 18. Jahrhundert Orgeln des berühmten Gottfried Silbermann. Die Orgel der Hofkirche, Silbermanns letzte und größte Orgel, ist heute noch original erhalten. Bachs ältester Sohn Wilhelm Friedemann wirke an der Sophienkirche, an der Frauenkirche sein Schüler Homilius.
Im 19. Jahrhundert galten die Organisten der Kreuzkirche als besonders fortschrittlich. Zu ihnen kamen Schüler aus ganz Europa und den USA. Dennoch sind ihre Namen heute zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten.

Entdecken Sie in diesem Orgelkonzert in Burg Hohenstein vielfältige und interessante Orgelmusik zu Unrecht vergessener Komponisten, aber auch eine Stadt mit glanzvoller Vergangenheit, die heute wieder in neuem/altem Glanz erstrahlt.

Ihr „Stadtführer“ an der Orgel: Matthias Franz, Burg Hohenstein

Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende zur Erhaltung der Orgel gebeten.

„Eine fröhliche Möglichkeit evangelisch zu sein“

Dekanat feiert Abschluss der Kirchenmusikwoche im Kloster Eberbach / 700 Kehlen singen in Basilika

Etwa 700 Menschen haben mit einem Festgottesdienst den Abschluss der Woche der Kirchenmusik des Evangelischen Dekanates Bad Schwalbach in der Basilika des Kloster Eberbach gefeiert. Fünf Menschen im Alter zwischen acht und 74 Jahren gaben dabei ein persönliches Statement ab, warum sie Kirchemusik machen. Alexandra Binding, sagte „Ich spiele im Posaunenchor, weil die Verkündigung der frohen Botschaft mit Blechblasinstrumenten für mich eine ausgesprochen fröhliche Möglichkeit ist, evangelisch zu sein.“ In ihrer Familie sei es Tradition „Blech zu spielen“, so Binding. Gisela Diefenbach, Organistin in Strinz-Margarethä berichtete davon, wie ihre Eltern in der Nachkriegszeit unter schwierigsten Bedingungen, ihr ein Klavier besorgten, weil sie ihr Talent gesehen hätten. Noch heute seien Choräle aus dem Gesangbuch für sie Quelle von Kraft, Trost und Freude zugleich. Die achtjährige Silvana, die bei den „Rotkehlchen“ aus Neuhof mitsingt, sagte selbstbewusst: „Ich singe gerne, weil man seine Gefühle dabei ausdrücken kann!“ Kirchenpräsident Dr. Volker Jung betonte in seiner Festpredigt, dass „wir unseren Liedern zutrauen, dass sie etwas bewegen. Kirche macht Musik – Musik macht Kirche. Und dazu gehört auch ihr“.

Saxofonklänge erfüllen Basilika

Es sei ein besonders würdiger Abschluss, den Gottesdienst im Kloster Eberbach zu feiern. „Hier in der Basilika klingt es ja noch mal alles anders!“ Dass nicht nur der Chorgesang und Bläser im Raum besonders klingen, sondern auch ein einzelnes kleines Saxofon in der Lage ist, „die durchbeteten und durchsungenen Mauern“, zu füllen, davon konnten sich die Besucher während des Gottesdienstes überzeugen. Gert Zimanowski durchflutete die Basilika regelrecht zwischen Psalmversen und den einzelnen Statements mit seinem Saxofon-Spiel. Diese ungewöhnlichen Klänge rundeten, zusammen mit einer alten Truhenorgel, den Posaunen und Trompeten sowie den Sängerinnen und Sängern, unter der Leitung von Dekanatskantor Thomas Wächter, sowie Tassilo Schlenther und Patrick Leidinger den Gottesdienst musikalisch ab. Die Besucher ließen sich von Beginn an vom Gesang der Chöre mitreißen, etwa bei „All creatures our God and king„ von John Rutter. Im Wechsel, mit Chören, Bläsern und Kinderchor stimmten 700 Kehlen Lieder wie „ich singe Dir mit Herz und Mund“ oder „Wenn das Brot, dass wir teilen als Rose blüht“ kraftvoll an.

Dekan Klaus Schmid betonte, dass Martin Luther die Musik nach der Theologie als höchste Kunst bezeichnet habe. „Durch die Musik komme Gott einem besonders nah“. Auch Volker Jung erklärte, dass bereits die ersten Christen die Musik hochgeschätzt hätten. Die ersten Gemeinden könnten viele Lieder vom alltäglichen Kampf singen. „Die Musik helfe einem – auch heute noch – dass der alltägliche Kampf uns nicht niederdrückt. Wir wollen das Wort Christi unter uns wohnen lassen, unter uns klingen und erklingen lassen, damit es zur Lebensmelodie wird“, so der Kirchenpräsident.