ABGESAGT: Musikalischer Stolperstein für Samuel Baum

Konzert mit Autorenlesung
Samstag, 24.09.2022, 19:00 Uhr
Ev. Kirche Wehen

Leider muss dieses Konzert wegen Krankheit verschoben werden. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.

Er war in den den 1920er- und 1930er-Jahren eine prägende Musikerpersönlichkeit im Hunsrück: Musiklehrer Samuel Baum aus Bruschied. Lange Jahre unterrichtete er Schüler aus Rhaunen und benachbarten Dörfern im Klavier- und Violinspiel. Jährliche Schülerkonzerte unter seiner Leitung in Rhaunen, Kirn, Kirchberg oder Büchenbeuren fanden jedes Mal zahlreiche Besucher. 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau im KZ Buchenwald ermordet.

2014 wurde ein Notenbuch entdeckt, das die Familie Baum hinterlassen hatte. Die fragmentarischen hinterlassenen Musikstücke (Walzer, Fastnacht Galopp, Polka usw.) lassen vermuten, dass das Notenbuch bei Tanzveranstaltungen benutzt wurde. Der in Mainz geborene Peter Przystaniak widmete sich im Jahr 2020 der kompositorischen Herausforderung und vervollständigte die ersten fragmentarischen Blätter.

Zusammen mit Star-Klarinettistin Irith Gabriely wird Przystaniak die neuentdeckten Kompositionen Baums vorstellen. Die Schriftstellerin Leona Riemann wird dazu aus ihrer Erzählung „Wann kommt Herr Baum?“ lesen, und die Lebensumstände des Hunsrücker Musiklehrers Samuel Baum aus der Sicht seiner Musikschülerin Maria Stoll vergegenwärtigen.

Christof Pies, der Vorsitzende des Förderkreises Synagoge Laufersweiler e.V. wird in einer kurzen Einführung über das damalige jüdische Leben im Hunsrück berichten.

Die Ev. Kirchengemeinde Wehen veranstaltet dieses Konzert in Kooperation mit der Projektgruppe Erinnerungskultur Taunusstein.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.