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Luther und Bach – 2. Teil der musikalischen Predigtreihe

Sonntag, 20. August 2017, 18.00 Uhr
Evangelische Kirche Wehen

In welchem Verhältnis stehen Luthers Theologie und die musikalische Ausdeutung durch Bach zueinander?

Der Israelsonntag ist ein Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Er wird am 10. Sonntag nach Trinitatis, also 11 Wochen nach dem Pfingstfest begangen.

Eine ältere Bezeichnung des Tages lautet: „Gedenktag der Zerstörung Jerusalems“.

Die musikalische Predigtreihe wird sich nach den 10 Geboten und Luthers Katechismus diesmal mit dem Thema Judentum beschäftigen. Wir beleuchten die Schattenseiten der Reformation, das Thema: Luther und die Juden. 1523 veröffentlichte Luther eine Schrift, durch die in jüdischen Kreisen die Hoffnung entstand, es könne zu einem Neuanfang zwischen Juden und Christen kommen. Doch 20 Jahre später riet Luther in bedrohlich ausfälliger Sprache zu konkreten Gewalt – und Vertreibungsmaßnahmen gegen die Juden. Luthers späte „Judenschriften“ wurden einige Male für lokale Aktionen gegen Juden benutzt. Antisemiten benutzten sie ab 1879 zur Ausgrenzung von Juden. Nationalsozialisten und Deutsche Christen legitimierten damit die staatliche Judenverfolgung, besonders die Novemberpogrome 1938.

 In den vergangenen Jahren hat sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) kritisch mit Luthers Judenhass auseinandergesetzt.

Der Judaist Christian Wiese wünscht sich für das christlich-jüdische Verhältnis auch im Jubiläumsjahr einen konstruktiven Dialog, „in dem immer noch zu spüren ist, dass da ein Entsetzen vorhanden ist über die Wirkungsgeschichte und dass es auch in der Gegenwart Tendenzen gibt, die Wirkungsgeschichte herunterzuspielen. Das gegenwärtig zu halten, ist für den christlich-jüdischen Dialog die wichtigste Aufgabe für das Reformationsjubuläum.“

Kantor Thomas Wächter gibt jeweils eine kurze Einführung in die Orgelmusik und bringt sie anschließend zu Gehör. Pfarrerin Ingrid Wächter legt den Fokus auf die Theologie Martin Luthers.


Später Bach und junger Händel

Später Bach und junger Händel
Die neuen Konzerte der Neuen Rheingauer Kantorei
Bach Händel A3Geistliche Chormusik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel – da denkt man unweigerlich an Weihnachtsoratorium, Matthäus-Passion und Messias. Um so größer das Erstaunen, dass es von beiden Komponisten noch andere kleinere sakrale Chorwerke gibt, selten aufgeführt, daher viel weniger bekannt, aber nicht weniger anspruchsvoll und mit ihrer Mischung aus Überschwang, Dramatik, Tiefgründigkeit, Ausgelassenheit und Energie schlichtweg genial. Die Neue Rheingauer Kantorei beschäftigt sich in ihren diesjährigen Konzerten mit gleich zweien dieser „Raritäten“, nämlich:
J. S. Bach: Missa in g-moll (BWV 235)
G. F. Händel: Dixit Dominus (HWV 232)
J. S. Bachs sog. „lateinische“ oder „Kyrie-Gloria“-Messen entstanden relativ spät (wahrscheinlich um 1738/39) ins seiner Zeit als Leipziger Thomaskantor. Es gibt davon vier Stück (BWV 233 – 236), und allen gemeinsam ist die Tatsache, dass es sich um „Parodien“ handelt, also um die Wiederverwendung früherer Arien oder Kantatenteile aus seiner Feder. So sind durch diese bewusste Auswahl und sorgfältige Nachbearbeitung kleine neue Highlights entstanden, die in ihrem Anspruch, ihrer hohen Dichte und musikalischen Tiefgründigkeit beispielhaft sind.
G. F. Händel, gerade einmal 22 Jahre jung, schrieb mit der Psalmvertonung „Dixit Dominus“ (HWV 232) im Jahre 1707 sein frühestes geistliches Chorwerk und direkt ein absolutes Meisterwerk. Inspiriert durch die italienische Kirchenmusik von Alessandro Scarlatti, versteht er es, seine Zuhörer emotional so zu packen, als säßen sie in der Oper, und das mit Kirchenlatein! Händel hatte dafür aber auch eine dankbare Vorlage: Der 110. Psalm „Dixit Dominus“ ist schon etwas dramatisch, und so entstand eine wahre musikalische Achterbahnfahrt: harte Dissonanzen, wilde Figuren, rasendes Tempo. Barock durch und durch, doch was für ein Gegensatz zum Zeitgenossen Bach!
Sa, 03.09.2016, 19 Uhr
So, 04.09.2016, 17 Uhr
Geisenheim, Rheingauer Dom
Christine Fürniß | Sopran
Janina Möller | Sopran
Rüdiger Ballhorn | Tenor
Johannes Hill | Bariton
Neue Rheingauer Kantorei
Musica Antiqua Frankfurt
Gesamtleitung: Tassilo Schlenther
Eintritt: 15 € (VK), 17 € (AK) (erm. 8 €)
Karten ab August im Vorverkauf bei:
Buchhandlung Untiedt, Geisenheim und Eltville
Buchhandlung Idstein, Oestrich-Winkel
Keramik-Atelier Erbslöh, Geisenheim
Restkarten sowie ermäßigte Karten an der Abendkasse

ORGEL, TANZ UND LESUNG zur Sterbestunde Jesu

Karfreitag, 29.03.2013
15:00 Uhr
Reformationskirche, Bad Schwalbach

fausto-small

Orgelmusik von J. S. Bach erklingt neben der Kreuzigungsgeschichte des Evangelisten Johannes an diesem hohen Feiertag. Als neues Element wird die Form des Tanzes dargeboten. Der Tanz, als darstellende Kunst, steht eng mit der Musik in Verbindung. Durch ihn wird dem Zuhörer ein neuer Zugang zum Karfreitagsgeschehen ermöglicht.

Programm:
J. S. Bach (1685-1750)
Präludium und Fuge in a-Moll BWV 543
Präludium und Fuge in h-Moll BWV 544
„O Mensch, bewein‘ dein Sünde groß“ BWV 622
Toccata und Fuge in d-Moll BWV 565

Fausto Israel, Tanz
Patrick Leidinger, Orgel
Renate Kohn, Lesung

Eintritt frei

J.S.Bach: Weihnachtsoratorium

plakat wo smallBachs Weihnachtsoratorium ist das wohl bekannteste Oratorium überhaupt. Bach hat mit diesem Werk Maßstäbe gesetzt für alle Komponisten, die sich nach ihn mit dieser Gattung beschäftigt haben. Nachdem die Taunussteiner Kantorei in den vergangenen Jahren viele Weihnachtsoratorien anderer Komponisten (von Charpentier, Rheinberger, Rolle, Saint-Saens und anderen) erfolgreich aufgeführt hat, ist jetzt die Zeit für DAS Weihnachtsoratorium von J.S.Bach gekommen:

Am dritten Advent (12. Dezember 2010) um 17 Uhr wird es in der Ev. Kirche Wehen aufgeführt. Aufgeführt werden die Kantaten 1-3. Es singt die Taunussteiner Kantorei, und die Gesangssolisten Sigrid Dege, Sopran; Katrin Pohl, Alt; Christian Glosemeyer, Tenor und John Holyoke, Baß. Begleitet wird das Ensemble von einem Orchester mit Mitgliedern des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden. Die Leitung hat Kantor Thomas Wächter.

Als besonderer Gast dabei sind Schüler der Gesangsklassen der Gutenberg-Realschule in Eltville. Sie werden die Kantorei bei den Chorälen sängerisch unterstützen.

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen (Schreibwaren Heep in Wehen, Schreibwaren Ellinger in Bleidenstadt) von 8.– 15.- erhältlich.
Inhaber der Ehrenamtscard erhalten 10% Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

„Jauchzet, frohlocket“

Dettinger Te Deum
„Jauchzet, frohlocket“ – noch ist es ja etwas früh um an Weihnachten zu denken. Die Taunussteiner Kantorei unter der Leitung von Thomas Wächter muss ihrer Zeit allerdings ein wenig voraus sein: die Proben für das nächste Chorprojekt, Bachs Weihnachtsoratorium beginnen am 5. Oktober um 20 Uhr im Ev. Gemeindehaus in Wehen.
Gesucht werden noch erfahrene und ambitionierte Sänger für Tenor und Baß. Wenn Sie Interesse haben uns zu unterstützen, wenden Sie sich bitte an Kantor Thomas Wächter, telefonisch unter 06128-983057 oder per E-Mail

Die wöchentlichen Proben beginnen am Dienstag, den 5. Oktober um 20 Uhr im Ev. Gemeindehaus in der Fleckenbornstr. 1. Das Konzert findet am Sonntag, den 12. Dezember um 17 Uhr in der Ev. Kirche Wehen statt.

Die Taunussteiner Kantorei besteht – je nach Projekt – aus 25-35 Sängerinnen und Sängern. Einen Überblick über unsere früheren musikalischen Projekte finden Sie unter diesem Link.